Denkmalverdacht. Eine kollaborative Inventur

Ausstellung und Rundgänge zu den Denkmalen in Friedrichshain-Kreuzberg
Juni bis September 2021

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstr. 95A
10999 Berlin

 

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Denkmäler unter Verdacht? Das Projekt „Denkmalverdacht“ unterzieht die Denkmäler in Friedrichshain-Kreuzberg einer „kollaborativen Inventur“. Die Exponauten haben sämtliche Denkmale im Bezirk recherchiert. Auf moderierten Rundgängen werden diese von Menschen unterschiedlichster Perspektiven betrachtet und diskutiert. Die Touren regen zur neugierigen und vorbehaltlosen Auseinandersetzung mit der hiesigen Denkmallandschaft an.

Die lokale Untersuchung steht in einem größeren Kontext, denn über Denkmale wird derzeit heiß diskutiert. Ausgehend von den Protesten gegen koloniale und rassistische Repräsentationen im öffentlichen Raum werden vielerorts kritische Fragen gestellt: Wer oder was wird hier geehrt? Wie vertragen sich die Monumente mit den Werten einer offenen Gesellschaft? Wer oder was fehlt? Und welches Denkmal würde ich persönlich setzen? Diesen und weiteren Fragen geht das Projekt Denkmalverdacht nach.

Alle Denkmäler werden in Form eines Kartenset fotografisch und mit Hintergrundinformationen vorgestellt. In Workshops für Schüler*innen in der Jugendkunstschule FRI-X BERG, bei Touren für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen sowie in öffentlichen Rundgängen werden unterschiedliche Stimmen hörbar. Begleitend dazu gibt es eine Ausstellung im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, die als Knotenpunkt und Präsentationsort des Gesamtprojektes dient. Eine Podiumsdiskussion zur Eröffnung vereint internationale Gäste und fragt ein Jahr nach dem Denkmalsturz in Bristol nach kolonialen Kontiuitäten, antirassistischen Interventionen und lokalen Initiativen in der Denkmals- und Erinnerungskultur.

 

Idee und Konzept

Joachim Baur

Recherchen und Texte

Birthe Freymann, Leonie Karwath, Katrin Pieper, Joachim Baur

Projektmitarbeit

Anoush Masoudi, Alexandra Weltz-Rombach

Grafikdesign

EDITIENNE Berlin

Fotos

Ute Langkafel, MAIFOTO